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Schwarzbuch

112


A R E - Kurzinformation

A R E - Kurzinformation - Serienfax-/e-mail-Kette Nr. 112 vip-15. Mai. 2006


In großer Betroffenheit und mit tiefer Trauer müssen wir Abschied nehmen von einem treuen Mitstreiter, einem leidenschaftlichen Kämpfer für Recht und Freiheit, dem bedeutenden deutschen Journalisten und Publizisten

F r i t z S c h e n k

Völlig unerwartet wurde er - der manchem von uns auch ein persönlicher Freund war - aus seinem Leben mit unermüdlicher vitaler Schaffenskraft am 4.Mai 2006 im Alter von 76 Jahren abberufen. Unsere Allianz verdankt ihm viel.

Mit ihm verlieren besonders die Deutschen der Jungen Länder einen ihrer sachkundingsten Fürsprecher auf dem schweren Weg zur Vollendung der Einheit, die Deutschen in Ost und West einen überzeugenden Mahner zur Erhaltung und zum Schutz von Freiheitsrechten und Toleranz, einen Verteidiger unserer Werteordnung.
Sein Wirken für einen soliden, vorurteilsfreien, ausgewogenen Journalismus mit der erforderlichen Achtung vor den Rechten der Bürger auf objektive und transparente Information waren und bleiben beispielgebend. Sein Engagement, der zunehmenden Verfälschung in der Orientierung bis zur Manipulation der Öffentlichkeit offen entgegenzutreten, setzt Maßstäbe für eine künftige Generation der Jüngeren, die der "vierten Gewalt" in der Demokratie ihre zentrale Rolle zurückgeben müssen, die sie im "Zeitgeist" gegenwärtig zu verlieren droht.
Seine große Sorge galt dem Deutschland, das er sich nach den Erlebnissen und Zusammenbrüchen des vergangenen Jahrhunderts ersehnte und für das er kämpfte: endlich ein freiheitliches, dem Recht und der Gerechtigkeit verpflichtetes Land mit einer würdigen Führung und echt demokratischen, dauerhaft lebensfähigen und verläßlichen Staatsorganen! Die Sorge um Deutschlands Zukunft trieb ihn um!

Mit seiner zwar durch das deutsche Schicksal seit 60 Jahren markierten gebrochenen Biographie, aber auch folgerichtigen Persönlichkeitsentfaltung und Umsetzung der gewonnenen Überzeugungen wurde er zu einem politisch-publizistischen Zeugen unserer Zeit, der in seinem Tiefgang und seiner Ernsthaftigkeit unverwechselbar geworden ist. Sein Fehlen wiegt schwer, aber viel von seiner Wirkungskraft bleibt.

Wir, die Freunde und Weggefährten trauern um Fritz Schenk. Unsere Anteilnahme gilt im Besonderen seiner Gattin, seinen Kindern und der ganzen Familie. Möge ihnen auch das Wissen um seine Persönlichkeit und seine Nähe, die Gewißheit, daß er seine besondere wichtige Aufgabe in seinem Leben und in dieser Zeit wahrgenommen hat, ein wenig Trost geben.

M. Graf v. Schwerin - den 14.05.06