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Die WestLB – Polit-Justiz-Geschwür ...... von Pr. Selenz


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Selenz` Kommentar 27

Selenz` Kommentar 1. August 2007 www.hans-joachim-selenz.de

Die WestLB – Polit-Justiz-Geschwür

Wie schon beim Tode von Friedel Neuber wurde ich gebeten, den Abgang von WestLB-Chef Thomas Fischer zu kommentieren. Der offizielle Grund für die Entlassung von Fischer erscheint eh mehr als vordergründig. Insbesondere angesichts der Historie dieser Skandal-Bank. Da hat es in der WestLB schon ganz andere Verluste gegeben - ohne Reaktion des Aufsichtsrates. Und Gesetze galten für die WestLB nie. Grund genug, sich die eine oder andere Begebenheit aus der kriminellen Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete schon Fischers Vorgänger Friedel Neuber - den Paten vom Rhein - als „Gangster in Nadelstreifen“....

Da gab es die Spielbanken im Osten. Für die WestLB von höchster Stelle eingefädelt. DDR-Chef de Maiziere wurde zu den Verhandlungen vom Wilden Osten in den Wilden Westen geholt. Am 8. September 1990 um 10:00 Uhr - mit vier Begleitern. Direkt von Berlin-Schönefeld. Selbstverständlich im WestLB-Jet „D-CLAN“. West-Politimport Biedenkopf begleitete West-Gangster Neubers Ost-Abenteuer. Millionenbeträge verschwanden in dunklen Polit-Casino-Kanälen....

Da gab es Schwarzgeld-Deals im Russland der Nach-Wende-Zeit. Im Milliardenbereich versteht sich. Mit internationalen Metallhändlern. Die WestLB war eine der ersten West-Banken, die in Moskau präsent war. Den deutschen Finanzbehörden sind diese Betrugsgeschäfte im Detail bekannt. Doch völlig unbehelligt zog die NRW-Landesbank weiter ihre kriminellen Bahnen....

Da gab es den Verkauf der Preussag Stahl AG - Enkel-Firma der WestLB - an die Voest-Alpine in Österreich. Ganz offiziell am 8. Januar 1998. Und dann gab es den Verkauf derselben Firma an Gerhard Schröder. Keine 24 Stunden später. Neuber drohte sonst die Aufdeckung von Mrd.-Manipulationen in der Bilanz der West-LB-Tochter Preussag. Auf eine rechtsstaatlich korrekte Ahndung der Bilanzfälschungen der Preussag/TUI AG warten die Aktionäre noch heute....

Dafür gab es die Rache für die obige Aktion des an den Gestaden des Rheins ungeliebten Kanzlerkandidaten Schröder. Neubers WestLB torpedierte im Verbund mit „befreundeten Banken“ den Börsengang von Schröders Salzgitter AG, der ehemaligen Preussag Stahl AG. Innerhalb der ersten drei Börsentage vom 2. bis zum 4. Juni 1998 sorgte der Pate dafür, dass mehr als die Hälfte der emittierten Aktien wieder im Depot von Schröders Landesbank, der Nord LB, landeten. Den kriminellen Anschlag auf Parteifreund Schröder verschwieg man vor der 98er-Wahl....

Da gab es das Haus von Schröder-Freund Hombach in Mülheim und ein Anwesen in Canada. Die Justiz erfuhr von der WestLB, die Baumaterialien in Deutschland „gleichen dem Material des Landtags in Düsseldorf“. Nachforschungen versickerten - wie üblich - im Sande des Rhein...

Da gab es den Babcock-Borsig-Konkurs. Dabei fuhr Neuber einen kompletten Mischkonzern an die Wand. Der Finanzschaden allein betrug 5 Mrd. Euro. Zehntausende verloren ihre Stellung. Auf Kosten der Allgemeinheit. Als Chef der Aufsichtsräte von Preussag AG und Babcock-Borsig AG hatte Pate Neuber den gesamten Müll der Preussag nach Oberhausen verschoben....

Da gab es die Flugaffäre, bei der man sogar einen Piloten opferte, um der Polit- und Wirtschafts-Prominenz ein Alibi zu verschaffen. Wie jedoch die Originaldokumente zeigen, wurden die Flüge von Neubers Intim-Freund Rau nicht nur bestellt. Sie wurden sogar über das MP-Büro abgerechnet. Bezahlt wurden sie schließlich von Friedel Neuber. Der hatte auf diese Weise alle seine kriminellen Schäfchen in der Hand. Den Rest erledigten die 20 Mio. DM jährlich an Politiker und Beamte. Die Fäden des Paten reichten bis ins Kanzleramt unter Minister Bohl....

Manager, die sich im Umfeld dieses Polit-Justiz-Geschwürs an die Gesetze hielten, wurden ent-sorgt. „Blattschuss“, so der Terminus Technikus. Die Justiz derweil in den Polit-Tiefschlaf ver-setzt. Wo bleiben die Strafen? Solange es Polit-Richter gibt, die z. B. aus gefälschten Urkunden „geringe Ungereimtheiten“ machen, sind kriminelle Parteigenossen vor Bestrafung geschützt....

Peine, den 1. August 2007 gez.: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz

ARE-Kommentare:

siehe : Bücher : -" ANKLAGE UNERWÜNSCHT! " von J. Roth, R. Nübel, R. Fromm

- "Der Deutschland Clan " von J. Roth