WiROZ

ZOV

OEZB

Schwarzbuch

VOS- Pressemitteilung :


| |

VOS-Bundesgeschäftsstelle, Stresemannstraße 90,10963 Berlin

Die Internet-Seite Stasi-in-Erfurt.de soll auf wesentliche Inhalte verzichten

Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus stellt sich ausdrücklich hinter die Aktion von Joachim Heinrich, der weltweit im Internet eine Karte mit konspirativen Wohnungen der DDR-Staatssicherheit in Erfurt sowie eine Liste von inoffiziellen Mitarbeitern veröffentlicht. Wir begrüßen ebenfalls die klare Aussage der Thüringer Landesbeauftragten Frau Hildigund Neubert, die sich mit den Worten: „Ich betrachte dieses Projekt als das Meine.“ gegen ein jetzt verhängtes Verbot der Aktion ausspricht. Wir sehen mit großer Besorgnis, dass mit dem Argument des Datenschutzes in letzter Zeit immer häufiger versucht wird, derartige Aktionen zu unterbinden. Auch die Gedenkstätte Halle bekam diesen Vorwurf erst vor kurzem zu hören.

Die Veröffentlichung von Informationen über offizielle und inoffizielle Mitarbeiter der Stasi ist für uns ebenso selbstverständlich wie die Informationen über deren konspirative Wohnungen. Es ist für Opfer der SED-Diktatur nicht akzeptabel, dass die, die sie einstmals verfolgten und ins Gefängnis brachten, heute unter dem Deckmantel des Datenschutzes nicht mehr öffentlich genannt werden dürfen. Hier sehen wir eine sehr eigenwillige Interpretation des Landesverwaltungsamtes, bzw. der zuständigen Mitarbeiter, sagt ihr stellv. Bundesvorsitzender Alex Latotzky.

Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) wurde 1950 in Berlin gegründet und vereint bundesweit Tausende Opfer der DDR-Diktatur und deren Sympathisanten.