WiROZ

ZOV

OEZB

Schwarzbuch

Denn sie wissen, was sie tun / Heinz Anlauf


| |

Was sind schon die zwei oder drei Tankfüllungen für Ministerin Schmidtihren Dienstwagen zum Urlaub von Bonn nach Alicante, verglichen mit deralltäglichen Sauerei, die durch die zwei Regierungssitze in Berlin und Bonnin die Luft geblasen wird, sagt sich M. Horeld im aktuellen Kommentar einer renommierten  Tageszeitung.

Dabei richtet sich der Volkszorn hier nicht einmal gegen die unnötige Umweltverdreckung sondern gegen die ihren eigenen Forderungen zum sparen Hohn sprechende Borniertheit, mit der eine Ministerin den Wählern mit deren augenblicklichen wirtschaftlichen Problemen den Auspuffdreck ihres Dienstwagens ins Gesicht blasen lässt.

Jedoch dieser Fall von Machtausübung ist eigentlich nur eine Momentaufnahme einer sich in der Bundesrepublik von deren Gründung an entwickelnden besonderen Art von Testaments-vollstreckung an einem noch lebenden.

Selbst nach den maßlosen Zugriffen Hitlers auf das Vermögen und das Wirtschaftspotential des Deutschen Reiches für die Finanzierung seiner verbrecherischen Raubkriege, selbst nach den Zerstörungen durch Bomben und Endkampf auf deutschem Gebiet, ja auch selbst nach Reparationen nach Abschluss der Kapitulation der Wehrmacht und der danach geltenden alliierten Befehle und Anordungen verblieb immer noch ein gehöriger Bestand an Eigentum des Deutschen Reiches oder von Ländern, das nunmehr nach deren Gründung durch die Bundesrepublik für ihr verwaltetes Territorium, später nach dem Beitritt der DDR auch für deren Gebiet, nunmehr zum Wohle des Deutschen Volkes zu wahren und zu mehren waren.

Nun kräht schon fast kein Hahn mehr danach, wenn zum Beispiel die Bundesregierung von der von ihr teilprivatisierten Deutschen Reichsbahn, wie auch von der Bundesbahn alles zum Verkauf anbietet, was nicht niet-  und nagelfest ist.. Da werden Liegenschaften und ganze Bahnhöfe verhökert und was nicht gebraucht wird, das verkommt.

Ein gleiches Schicksal erlitten viele Gebäude der Deutschen Post, die meistbietend fortgingen. Dazu  kam dann  ja noch der demografische Schock und die vom Staat durch unpassende Maßnahmen geförderte Kinderarmut in Deutschland. Ihr fielen folglich  ein Großteil der staatlichen Schulen zum Opfer und auch sie wurden verkauft.

Der Bund und die Ländern sind schon chronisch hinter jeder Verkaufschance her und deren bieten sich in der jungen Ländern für die staatlichen Verhökerer,  sprich BVVG, noch genügend Ländereien und Immobilien zum Verkauf an. Unser schönes Brandenburg drängt sich mit seinen herrlichen Seen und prachtvollen Wäldern für Verkäufe jeder Art an, auch wenn die Eigentumsverhältnisse manchmal  nicht so ganz klar sind.

Was Umgang mit fremdem Eigentum angeht, da hat hier unsere Regierung so ihre eigenen Tricks drauf, die Bodenreform- Affäre lässt grüßen.

Was macht’s schon,  Geld stinkt nicht, sagten schon die alten Römer.

 Was bleibt, ist für die interessierten Bürger von Brandenburg die spannende Frage, wie unsere tolle Regierung ihren Spagatschritt meistern will, nämlich den von ihr so hoch angesiedelten Tourismus und Fremdenverkehr weiterentwickeln und damit Arbeitsplätze sichern, oder die Seen und Wälder verkaufen und sie damit weitgehend für die Nutzung durch die Touristen und  die einheimischen Bürger zusperren.

Hoffen wir, dass der für sein  allseitiges Umweltempfinden hoch dekorierte Herr Minister-Präsident Platzeck auch hier wieder eine Lösung  parat hat.

 Heinz Anlauf,  Brieskow - Finkenheerd