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Schwarzbuch

Supergau Deutsche Einheit


Autor:

Uwe Müller

Verlag:

Rowohlt Tb. (Juli 2006)

ISBN:

978-3499621536

Seiten:

298 Seiten

Preis:

EUR 7,90

Inhaltsangabe:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Deutsche Einheit -- auf die wir alle (angeblich?) jahrzehntelang gelang gewartet haben, ohne freilich am Ende noch ernsthaft darauf zu hoffen, ein "Super-GAU"? Also nicht nur der "größte", sondern der "super-größte" anzunehmende Unfall" der deutschen Nachkriegsgeschichte? Gewiss -- dies sei allen Sprachkritikern, die der "Supergau" schon immer auf die Palme brachte, gerne zugestanden: Der Begriff ist nicht glücklich. Und gewiss hätten wir uns auch wahrlich weit schlimmere Katastrophen vorstellen können als ein so freudetaumeliges Ende des Kalten Kriegs. Geschenkt! Immerhin wissen wir doch sofort, was gemeint ist. Und so provokant der Titel, und so unangemessen das kleinliche Aufrechnen aus einer historischen Perspektive vielleicht auch sein mag: Wir wissen sofort, was gemeint ist, und müssen -- ob wir wollen oder nicht -- zustimmend nicken, schon bevor wir eine Zeile gelesen haben.

Die Einheit sei den Deutschen nicht bloß in den Schoß, sondern "vor allem auf den Kopf gefallen", hat der Schweizer Adolf Muschg einmal gesagt. Oh, wie wahr. Politisch, das streitet auch Uwe Müller in seiner bösen Abrechnung nicht ab, ist das Ende der DDR zweifellos ein Glücksfall gewesen. Ökonomisch aber, so Müllers Bilanz nach anderthalb Jahrzehnten, hat sich seit den freudetrunkenen ersten Tagen des gesamtdeutschen Glücks ein Desaster von gigantischem Ausmaß ereignet. Den Autor ficht es gewiss nicht an, wenn man ihm vorwirft, bei seiner Abrechnung allzu kleinlich zu sein. Und in der Tat kann man seinen Unmut ja auch verstehen, angesichts der seit der Vereinigung in die neuen Bundesländer transferierten 1,4 Billionen Euro…

Wie sehr den Menschen in ganz Deutschland die Frage unter den Nägeln brennt, inwieweit die gegenwärtigen wirtschaftlichen Probleme tatsächlich ursächlich mit den Kosten beim "Aufbau Ost" und den dabei gemachten Fehlern zusammenhängt, beweist die erdrückende Menge der Leserbriefe, die der Redaktion der Welt am Sonntag nach der Vorabveröffentlichung einiger Kapitel des Buchs ins Haus geschneit sind und die sie auf ihrer Website dokumentiert hat. Wie man im Einzelnen zu der einen oder anderen These oder ökonomischen Einschätzung des Autors stehen mag: Müllers Buch ist ein wichtiger Beitrag zu einem gesellschaftlichen Klärungsprozess, um den uns zu herumzudrücken wir gar nicht erst versuchen sollten. -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung
Uwe Müller legt eine schonungslose Analyse über die Wiedervereinigung Deutschlands vor: Die Lage der neuen Länder ist katastrophal. Aber das wahre Ausmaß der Katastrophe wird von allen Beteiligten verschwiegen. Es ist Zeit für einen radikalen Neubeginn. Denn wenn wir den Absturz Ostdeutschlands nicht verhindern, werden alle die Folgen für das Desaster der Wiedervereinigung tragen müssen.

Table of contents:

(Keine)

Buchbesprechung:

(Keine)