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Name
ARE-Büro Zentrum in Borken/Hessen

Beruf
Frau Elena Schütz, Büroleiterin

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Das Gewächshaus


Autor:

Kerstin Fischer

Verlag:

Ludwigsfelder Verlagshaus (15. März 2007)

ISBN:

978-3933022455

Seiten:

104

Preis:

13,80 €

Inhaltsangabe:

Kurzbeschreibung
Als Studentin stieß Sophia abermals auf das Bild des Malers G. F. Watts: "Hope". Es "stand gar nicht im Mittelpunkt der Vorlesung. Eher zufällig, während sie in einer Dokumentation blätterte, traf sie darauf. Aber sofort überfiel sie eine tiefe Trauer, aus der furchtbare Erinnerungen wie Lava herausquollen. Und jetzt erst, nach all den Jahren, begann sie darüber zu weinen." Da machte sie sich auf die Suche nach sich selbst, "in jenen Tagen, als die grauen Hände nach ihr griffen…"
In dieser romanhaften Erzählung um eine Magersüchtige geraten in traumhaft schönen Sprachbildern das rätselhafte Zusammenspiel von Eros und ICH, von befremdlicher Distanz und unstillbarer Sehnsucht nach Nähe zu einem denkwürdigen Gleichnis von hohem poetischem Rang.

Table of contents:

(Keine)

Buchbesprechung:

„Im Oval des Erinnerns“

 Der denkwürdige Lebensgang einer Magersüchtigen in der romanhaften Erzählung „Das Gewächshaus“   Hoffnung und Sehnsucht, innere wie äußere Schönheit, die viel zitierte Suche nach sich selbst: Das sind die Themen der romanhaften Erzählung „Das Gewächshaus“ der poetisch versierten Bremer Autorin Kerstin Fischer.„Als Sophia vier Jahre alt war, verkündete sie ihrer Mutter, sie habe keine Angst vor dem Tod.“ – Mit diesem seltsam anmutenden wie auch verheißungsvollen Satz beginnt die Geschichte um die junge Studentin Sophia, deren Schicksal und Erlebnisse den Mittelpunkt des Romans bilden. Der Tod als Allgegenwärtigkeit des Lebens einer aus Ostpreußen vertriebenen Familie bilden den Hintergrund für die sich fortan entwickelnde Geschichte, die die Protagonistin rasch in eine tiefe Sinn-Krise stürzt: Ihre Magersucht. Ausgehend von der Betrachtung eines Gemäldes mit dem bedeutungsschwangeren Titel „Hope“ lässt die Autorin ihre vom Schicksal gebeutelte Heldin anhand von Erinnerungen und Rückblicken die Schattenseiten ihres jungen Lebens erneut erleben und erleiden – die einfühlsame, glaubwürdige Schilderung ihrer Magersucht fungiert dabei als begleitender, metaphorischer roter Faden.Autorin Kerstin Fischer hat sich viel vorgenommen mit ihrem „Gewächshaus“, und dank ihres wundervollen Schreibstils und der eindringlichen Erzählweise hat sie auch Erfolg. Die Erzählung präsentiert sich als stimmige Mischung ihrer Ebenen: Die Entdeckung der jungen Liebe und Sexualität, die tragische Vergangenheit, das fordernde universitäre Leben, die Krankheit, die zahlreichen literarischen und künstlerischen Zitate und Anspielungen – alles harmoniert einfach außerordentlich gut miteinander.Jedem, der Lust hat, einem jungen Mädchen auf eine äußerst intime, melancholische Seelenfindung zu folgen, sollte sich der Lektüre von Sophias Erlebnissen widmen.                                            

Roman Möhlmann

Kerstin Fischer„Das Gewächshaus“

Ludwigsfelder Verlagshaus

ISBN 978-3-933022-45-52. Auflage,

Ludwigsfelde 2007

104 Seiten,

13,80  €