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A R E - Kurzinformation - Serienfax-/e-mail-Kette Nr. 108 vip-10. März. 2006 |
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Liebe, sehr geehrte ARE-Mitglieder und -Freunde, Zwar sind seit dem Versand des letzten Rundschreibens über 14 Tage vergangen, was aber nicht heißen soll, daß inzwischen nicht wieder allerhand geschehen und darüber zu berichten wäre. Apropos: Wir regen an, daß Sie sich die Zeit nehmen, die letzten 3-4 Kurzmitteilungen, die Sie ja hoffentlich gesammelt abgelegt haben, noch einmal durchzulesen, weil auf eine Reihe von Vorhaben, auf Termine usw. klar hingewiesen wurde, so daß Sie dann etliche Ihrer Anfragen, wofür wir danken, gezielt stellen können, außerdem uns bei wichtigen Schwerpunkten der Tätigkeit konkret zuarbeiten könnten. In diesem Zusammenhang bitten wir auch um besonders sorgfältige Kenntnisnahme der heutigen Seite 2 mit der Bitte, uns bei der Vervollständigung der ARE-Datenbank nach Kräften j e t z t zu unterstützen. Rehabilitierung: Anträge, insbes. auch für Anfragen in Moskau - in diesem Jahr bearbeiten- CDU-Wahlversprechen zur Pension für SED-Verfolgte angemahnt, bisher
Schweigen- Bundesverfassungsgericht gerät immer mehr unter Druck - SPIEGEL: "Kungelei um Karlsruhe"- Ihre ARE Auszug aus der Darstellung von Dipl. Ing. Jürgen Gruhle / ARE-Akt. Thüringen
Ich gehe davon aus, daß ca. 95 % dieser größeren Besitztümer in der Datenbank enthalten sind. Eine SBZ-weite Zusammenstellung führt zu folgenden Zahlen: Es wurden 7319 Besitztümer mit einer Gesamtfläche von 2,951 Mill. ha erfaßt (ohne Staats- und Kommunalforsten und ohne Gewässer). Davon gehörten Von diesen 7319 Besitztümern waren 1821 (= 24,9 %) verpachtet...." "Von der betroffenen Flächengröße her kommt man zu folgenden Angaben: Verpachtet waren 21,5 % der betroffenen Fläche.- Die Zählung der Eigentümer und Pächter ist noch in Arbeit." Die Kommunisten wußten auch, warum eine derartige Zusammenstellung nicht paßte. Denn dann hätten sie zugeben müssen, daß sie außer den Adligen "nebenbei" auch eine große Anzahl anderer Landeigentümer mit enteignet hatten, also auch größere Bauernhöfe, z.B. ab 100 ha Fläche. Die Zahlen bestätigen, daß es sich bei der "Bodenreform" um einen gezielten Landraub handelte, für den eine bestimmte "Klasse" von Menschen herhalten mußte. Mit einem einzigen Ziel: Schritt 1 auf dem Wege zur Zwangskollektivierung der Landwirtschaft! Schritt 2 wurde dann 1960 damit getan, daß man alle bis dahin verbliebenen Einzelbauern in die LPG'en preßte. Es ist bekannt und unbestritten (ich selbst besitze selbst derartige Berichte aus Akten der Bodenkommissionen), daß man damals bewußt nichtüberlebensfähige Neubauernwirtschaften schuf. Nicht wenige der neuen Besitzer hatten zuvor noch nie etwas mit der Landwirtschaft zu tun gehabt, viele gaben auf. Sie wurden auch von den Altbauern in den Dörfern "geschnitten". Aus den Kreisen solcher Wirtschaften wurden dann auch die ersten "Wünsche" an Ulbricht herangetragen, LPG.en bilden zu dürfen. Übrigens immer auf Drängen von SED-Funktionären, die sich aber nach außen hin zurückhielten. Paradebeispiel: Die "erste" LPG der DDR "Walter Ulbricht" im thüringischen Merxleben. Hier hatte man 1945 das 132 ha große Rittergut von J. Grabau enteignet. Die KPD-Führer setzten somit nichts anderes um als das, was Marx und Engels im "Kommunistischen Manifest" bereits 1848 schrieben: "Die kommunistische Revolution ist das radikalste Brechen mit den überlieferten Eigentumsverhältnissen; kein Wunder, daß in ihrem Entwicklungsgange am radikalsten mit den überlieferten Ideen gebrochen wird. ... Es kann dies natürlich zunächst nur geschehen vermittelst despotischer Eingriffe in das Eigentumsrecht und die bürgerlichen Produktionsverhältnisse, durch Maßregeln also, die ökonomisch unzureichend und unhaltbar erscheinen, die aber im Lauf der Bewegung über sich selbst hinaustreiben und als Mittel zur Umwälzung der ganzen Produktionsweise unvermeidlich sind". - Nichts anderes geschah nach 1945 in Industrie und Landwirtschaft in der der Sowjet-Zone. Auf der Grundlage der in der Datenbank aufgeführten Namen betroffener Eigentümer und Pächter sollte daran gedacht werden, im geplanten Kyritzer Museum bis 2007 einen Gedenkraum mit den Namen der Opfer einzurichten...." (Anmerkung von ARE-Vorstand u. Redaktion: Bitte um Zuarbeitung von Namen, Anschriften usw.! ) nach oben |